"Alle Erscheinungen sind ihrem Wesen nach vergänglich. Strebt und erlangt durch Wachsamkeit und Gewissenhaftigkeit Vollendung."

(Dīgha Nikāya 16 - Mahāparinibbāna Sutta)


Wer kann teilnehmen?

 

Grundsätzlich sind alle Interessierten, unabhängig von Herkunft, Alter oder Geschlecht, ob mit oder ohne Meditationserfahrung, herzlich willkommen, das Kloster kennenzulernen. Voraussetzung ist eine Offenheit gegenüber den klösterlichen Abläufen und Verhaltensregeln. 

 

Es ist möglich sich für Tagesbesuche ohne Übernachtung und für Einführungen in die Achtsamkeitsmeditation anzumelden.

Erst nachdem man ein Einführungswochenende, eine Praxiswoche oder einen längeren Meditationskurs im Kloster besucht hat, kann man um einen Klosteraufenthalt bitten. Ein Klosteraufenthalt dient der Vertiefung der buddhistischen Praxis. Weitere, umfassende Informationen werden dann mit der Anmeldemail versendet.

 

Klostergäste müssen sich an die Acht ethischen Übungsregeln halten. Im Kloster herrscht Edles Schweigen und Klostergäste enthalten sich der Verwendung von Mobiltelefonen und ähnlichen Kommunikationsmitteln. Außerdem wird erwartet, dass sich die Klostergäste angemessen verhalten und an den klösterlichen Zeitplan halten bzw. den Tagesablauf während einem Meditationskurs befolgen. 

Das Kloster steht in der Meditations-Tradition des Höchst Ehrw. Phra Prom Mongkol Vi (Ehrw. Phra Ajarn Tong Sirimangalo) aus Thailand und ist kein individueller Rückzugsort. Dementsprechend wird hier ausschließlich die Meditationstechnik wie in unserem Hauptkloster mit Geh- und Sitzmeditation unterrichtet und praktiziert. Personen, die sich für einen Klosteraufenthalt anmelden möchten, müssen sich bewusst sein, dass es sich um einen intensiven Rückzug handelt. 


Tagesablauf

 

4:00 Uhr     Tagesbeginn

6:30 Uhr     Frühstück 

7:15 Uhr     Arbeitstreffen und anschließende Arbeitsperiode

11:00 Uhr   Mittagessen (kann abhängig von Sommer- und Winterzeit variieren) 

danach        individuelle Praxis

17:00 Uhr   Nachmittagstee mit erlaubten Stärkungen

19:00 Uhr   Abendandacht & Meditation 

22:00 Uhr   Nachtruhe

 

Während einem Klosteraufenthalt dürfen die Klostergäste einen normalen, kontemplativen Klosteralltag erleben. Jeder praktiziert individuell die Geh- und Sitzmeditation gemäß unserer Praxistradition und während der Arbeitsperioden (ca. 3-5 Stunden/ Tag) übt man sich darin Alltagstätigkeiten in Achtsamkeit auszuüben und den Geist dabei zu beobachten. Dies ist eine sehr wertvolle Übung für den normalen Lebensalltag. Auch die Arbeitperioden finden in klösterlich-kontemplativer Atmosphäre im Edlen Schweigen statt. 

Abends findet die gemeinsame Andacht mit Rezitationen & Meditation statt. An manchen Abenden besteht die Möglichkeit für Fragen zur Dhamma-Praxis und für Lehrgespräche in der Gruppe. Zu bestimmten Terminen gibt es auch einen Lehrvortrag. Abhängig von der Aufenthaltsdauer besteht die Möglichkeit in bestimmten Abständen für ein persönliches Gespräch mit der Lehrerin. Es wird aber vorausgesetzt, dass Klostergäste in ihrer Praxis so gefestigt sind, dass sie mit aufsteigenden Zuständen und Hindernissen umgehen können und hauptsächlich durch die allgemeinen Praxishinweise und Dhamma-Gespräche am Abend genährt werden.

 

Bei formalen Meditationskursen variiert der Tagesablauf und der Schwerpunkt liegt auf der formalen Meditationspraxis, um die Gelegenheit zu nutzen Erfahrungen direkt aus der Praxis zu erlangen. In Form von täglichen Gesprächen (Report) mit der Meditationslehrerin werden die Teilnehmer individuell betreut und in den Übungen angeleitet. Bestandteil des Tagesablaufes ist eine Stunde Arbeitsmeditation. Über den genauen Tagesablauf wird man mit der Anmeldeemail informiert.

 

Die Verpflegung ist vegetarisch. Leider können wir nicht auf Allergien und Unverträglichkeiten Rücksicht nehmen. 


Die Acht ethischen Übungsregeln

  1. Ich will mich des Tötens enthalten. (Friedfertigkeit)
  2. Ich will mich enthalten mir anzueignen, was mir nicht gegeben wurde. (Vertrauenswürdigkeit)
  3. Ich will mich jeglichen sexuellen Verhaltens enthalten. (Enthaltsamkeit)
  4. Ich will mich enthalten Unwahres zu sagen. (Wahrhaftigkeit)
  5. Ich will mich berauschender Getränke und Drogen enthalten. (Geistesklarheit)
  6. Ich will mich enthalten nach Sonnenhöchststand (ca. 12 Uhr) zu essen (Getränke sind am Nachmittag erlaubt). (Genügsamkeit)
  7. Ich will mich enthalten, zu tanzen, zu singen, Schmuck oder Kosmetik zu tragen, und mich mit Unterhaltung abzulenken. (Sinneszügelung)
  8. Ich will mich enthalten, auf hohen, bequemen Betten zu schlafen. (Mässigung)

Haftungsausschluss

 

Der Dhammanikhom Vipassana-Meditationszentrum e. V., die Nonnen, der/die Meditationslehrer/in sowie Klosterhelfer/innen übernehmen keine Haftung, soweit es sich nicht um Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit oder Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit durch vorsätzliche oder fahrlässige Pflichtverletzung handelt. 

 

Ein Klosteraufenthalt oder die Teilnahme an einem Meditationskurs erfolgt immer auf eigene Verantwortung. Die Angebote sind keine therapeutischen Veranstaltungen und ersetzen keine professionelle Betreuung psychisch und physisch Erkrankter. Bei schwerwiegenden körperlichen oder geistigen Erkrankungen ist das Einverständnis des Arztes oder Therapeuten notwendig.

 

Für persönliche Gegenstände und Wertsachen kann nicht gehaftet werden.

 

Die Verantwortlichen Nonnen und Lehrer sowie der Dhammanikhom Vipassana-Meditationszentrum e.V. behalten sich das Recht vor, Teilnehmer/innen den Aufenthalt oder die Kursteilnahme zu versagen oder früher nach Hause zu schicken, falls er/ sie nicht den Regeln oder Instruktionen folgt oder er/ sie sich oder andere gefährdet.


Anmeldung, weitere Informationen und Fragen:

 Dhammanikhom

Hauptstr. 18

03185 Heinersbrück

Deutschland

Email: [email protected]

Telefon: 035601-803804